Wir stärken Kinder und Familien mit maßgeschneiderter Hilfe

Renovierung und Ausbau des ältesten SOS-Kinderdorfs in Afrika

Ein Neubau im SOS-Kinderdorf in Abobo-Gare Ein Neubau im SOS-Kinderdorf in Abobo-Gare

Fortschrittlich war das SOS-Kinderdorf Abobo-Gare schon immer: Seinerzeit war es das allererste Kinderdorf Afrikas. Derzeit werden die über 40 Jahre alten Gebäude umfassend erneuert, sodass nach Abschluss der Renovierungsarbeiten vier SOS-Familien mehr auf dem Dorfgelände wohnen können als bisher und drei weitere direkt im Stadtzentrum Abobo-Gares. Außerdem werden erstmals auch fünf Pflegefamilien von den SOS-Pädagogen betreut. Das Ziel ist eine gute Integration von SOS in die Gemeinde.

In Zuge der eben genannten Maßnahmen zur Renovierung und Umstrukturierung des Kinderdorfs Abobo Gare findet darüber hinaus auch eine Erweiterung der SOS-Betreuungsangebote in der Nachbarschaft statt. In den kommenden Jahren sollen hierdurch insgesamt über 3000 Kinder und ihre Familien bedarfsgerecht unterstützt und gefördert werden.

Erweiterung der SOS-Familienhilfe

Die SOS-Familienhilfe in Abobo-Gare wird auf sechs weitere Gemeinden ausgedehnt. Die SOS-Familienhilfe in Abobo-Gare wird auf sechs weitere Gemeinden ausgedehnt.

Das Anliegen der SOS-Familienförderung in Abobo-Gare ist eine dauerhafte Verbesserung der Lebenssituation von Familien, aus der langfristig eine Veränderung der sozialen Umstände in der Region erwächst. In diesem Zusammenhang sollen neue Wege eröffnet und vielfältigere Perspektiven geschaffen werden, um zukünftig noch mehr Familien aus Armut und Not heraushelfen zu können. Das SOS-Familien-stärkungsprogramm wird infolgedessen sukzessiv auf sechs weitere Gemeinden Abobo-Gares ausgedehnt und soll damit 250 Familien, sowie rund 1000 Kinder, zu einem guten, eigenverantwortlichen Leben befähigen.

Bau neuer Sanitäranlagen in sechs öffentlichen Schulen

Ein weiteres, wichtiges Vorhaben, das im Rahmen der umfassenden SOS-Hilfsmaßnahmen für Kinder und Familien in Abobo-Gare umgesetzt werden soll, stellt die Erneuerung der Sanitäranlagen in sechs öffentlichen Schulen des Stadtbezirks Sagbé dar. In Abobo-Gare sind mangelhafte sanitäre Anlagen in öffentlichen Schulen für Kinder oftmals ein gewichtiger Grund  nicht oder nur unregelmäßig die Schule zu besuchen. Die alten Toiletten sind dunkel und lassen sich nicht absperren. Das wird gerade für Mädchen zu einer echten Gefahr. Denn sie müssen ständig Angst vor Übergriffen und Belästigungen durch fremde Männer haben.

Durch die Erneuerung der alten Sanitäranlagen schafft SOS-Kinderdörfer weltweit die Voraussetzung für einen sicheren Schulbesuch. Pro Schule werden Toilettenblocks mit zwölf, nach Jungen und Mädchen getrennten, WCs gebaut. Außerdem entstehen neue Handwaschbecken sowie separate Becken mit Trinkwasserhähnen. Das wird dazu beitragen, Krankheiten einzudämmen, die auf verschmutztes Trinkwasser zurückzuführen sind, wie Durchfall, Cholera, Typhus oder Hepatitis.

Zwei neue Schulbibliotheken und Berufsorientierungskurse

Die Erneuerung der sanitären Anlagen in den öffentlichen Schulen verbessert zwar die Voraussetzung für den Schulbesuch in Abobo-Gare. Doch auch die Qualität der Bildung soll langfristig und nachhaltig gesteigert werden. Deshalb sollen für Schulkinder zwei neue Bibliotheken gebaut werden. Und für Jugendliche, die die Schule abgeschlossen haben, bietet SOS Berufsorientierungskurse an.

Bücher wecken die Neugier und Phantasie von Kindern. Im Sagbé-Bezirk sollen zwei neue Schulbibliotheken errichtet werden. Bücher wecken die Neugier und Phantasie von Kindern. Im Sagbé-Bezirk sollen zwei neue Schulbibliotheken errichtet werden.
Türen auf für den Start ins Arbeitsleben! Jugendliche während einer Gruppenarbeit in ihrem Berufsorientierungskurs. Türen auf für den Start ins Arbeitsleben! Jugendliche während einer Gruppenarbeit in ihrem Berufsorientierungskurs.

Zugang zu Büchern

Im Einzugsgebiet der sechs Schulen des Sagbé-Bezirks möchten die SOS-Kinderdörfer weltweit zwei Schulbibliotheken von je 120 m2 Größe errichten. Bau und Möblierung übernimmt hierbei SOS. Die Ausstattung mit je knapp 3000 Büchern kommt von einer französischen Partnerorganisation, die auf Bücher spezialisiert ist. Nach Fertigstellung der Bibliotheken wird ein Belegungsplan erarbeitet, der für alle sechs Schulen den regelmäßigen Zugang zu den Leseangeboten sicherstellt.

Berufsperspektiven schaffen

Um die Chancen der jungen Männer und Frauen in Abobo-Gare bei der Ausbildungssuche und Berufswahl zu verbessern, haben die SOS-Kinderdörfer gemeinsam mit der staatlichen Berufsförderungsagentur AGEPE ein Qualifizierungsprogramm gestartet. Je 40 Jugendliche üben Bewerbungen schreiben und werden bei der Suche nach einem Arbeitsplatz oder bei ihren Plänen für die berufliche Selbstständigkeit unterstützt. Die Ergebnisse der ersten Gruppe sind erfreulich: 29 Jugendliche haben einen Arbeitsvertrag unterschrieben und sechs sind für ein qualifiziertes Praktikum angemeldet.