SOS-Kinderdorf Chiclayo in Peru

Indigenen Kindern eine Chance auf ein besseres Leben bieten

Die Republik Peru liegt im westlichen Südamerika und umfasst eine Gesamtbevölkerung von ca. 30 Millionen Menschen. 47% von Perus Bevölkerung ist indigen. Peru ist von anhaltenden sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten gekennzeichnet. In dem Vielvölkerstaat haben Rassenzugehörigkeit, Hautfarbe und sozialer Hintergrund häufig prägende Auswirkungen auf die Zukunft eines Kindes. Die indigene Bevölkerung Perus ist nach wie vor weitgehend von Wohlstand und politischer Macht ausgeschlossen, was die Hauptursache dafür ist, dass sie den größten Teil der armen Bevölkerung ausmacht. Obwohl der Wirtschaftsaufschwung deutliche Auswirkungen auf die nationalen Armutszahlen hatte, leben nach wie vor viele Peruaner in erdrückender Armut.

Die größten Herausforderungen für das Land:

  • In Peru leben 31% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, 5,4% der Kinder gelten als unterernährt.
  • Viele Menschen ziehen in die Städte, finden jedoch meist keine Arbeit und verelenden in Slums. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 8%.
  • Perus Kindersterblichkeitsrate liegt bei 21 Todesfällen auf 1.000 Geburten.
  • Etwa 7% der Peruaner sind Analphabeten.
  • Geschätzte 550.000 Kinder wachsen ohne elterliche Fürsorge auf. Rund 19% der Kinder arbeiten auf den Straßen von Perus Hauptstadt Lima oder in anderen Städten. Drogen, Kriminalität und Prostitution sind hier an der Tagesordnung.

    (Quellen: Auswärtiges Amt, World Factbook, Weltbank)

SOS-Kinderdorf Chiclayo
SOS-Kinderdorf Chiclayo

SOS-Kinderdorf Chiclayo

Das SOS-Kinderdorf Chiclayo befindet sich in der gleichnamigen Stadt an der Nordküste des Pazifiks, nahe der Grenze zu Ecuador. Die Entfernung zur Hauptstadt beträgt etwa 780 Kilometer. In einer SOS-Familie werden neun bis zehn Kinder von ihrer SOS-Mutter mit viel Zuneigung und Geduld umsorgt. Hier begegnen die Kinder indigener Abstammung keinen Vorurteilen, sie haben die gleichen Rechte auf Grundversorgung, Bildung und Kindsein wie alle anderen.

SOS-Jugendeinrichtung

Für die herangewachsenen Jugendlichen wurden in einem Stadtviertel von Chiclayo zwei SOS-Jugendeinrichtungen geschaffen, in denen in Ausbildung stehende Jugendliche leben. Hier werden sie bereits während ihrer höheren Schul- oder Berufsausbildung unter Aufsicht qualifizierter Pädagogen behutsam Schritt für Schritt auf ein Leben in Selbstständigkeit vorbereitet.

SOS-Sozialzentrum mit Familienhilfe

Ein SOS-Sozialzentrum, das der Bevölkerung aus der Umgebung offen steht, ergänzt das Angebot des SOS-Kinderdorfes. Es ist auf die Besonderheiten des sozialen Umfeldes ausgerichtet und soll mit seiner Familienhilfe dazu beitragen, die schlimmste Not zu lindern und dadurch auch dem Verlassenwerden von Kindern vorzubeugen. Eine Kindertagesstätte ist für die Betreuung von Kindern im Vorschulalter da.

SOS-Kinderdorf Chiclayo in Zahlen

  • 13 Familienhäuser für 117 Kinder
  • 2 Jugendeinrichtungen für rund 40 Jugendliche
  • 1 Sozialzentrum mit Familienhilfe für über 2000 Kinder und ihre bedürftigen Familien
SOS-Kinderdorf Chiclayo