Osteuropa: SOS-Jugendprogramme

Besonders in Ländern, in denen es kaum Wirtschaftswachstum gibt, bleiben Jugendliche auf der Strecke. Sie haben oft eine schlechte Schulausbildung, finden keine Arbeit und landen ohne Perspektiven auf der Straße. In Osteuropa haben viele junge Menschen mit diesen Problemen zu kämpfen. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung von 2015 sehen sie keine Zukunft mehr und wollen auswandern. Sie sind durch das hohe Ausmaß von Arbeitslosigkeit, Armut und Unsicherheit in ihren Ländern verunsichert. In Albanien, Mazedonien und dem Kosovo spielt fast die Hälfte von ihnen mit dem Gedanken, das Land zu verlassen und auszuwandern.

Die größten Herausforderungen für Jugendliche in Osteuropa:

  • Eine hohe Prozentzahl von Menschen lebt unterhalb der Armutsgrenze
    (Mazedonien: 30%, Serbien: 24,6%, Bosnien-Herzegowina: 17,9%).
  • Hohe Jugendarbeitslosenraten spiegeln die schlechte wirtschaftliche Lage der Länder wider (Mazedonien: 53%, Serbien: 48%, Bosnien-Herzegowina: 68%).
  • Hauptursachen sind neben mangelnder Arbeitserfahrung und Ausbildung auch Faktoren wie unzureichende persönliche Kompetenzen sowie Mangel an Verantwortungsbewusstsein, Engagement und Eigeninitiative.
  • Aufgrund von Perspektivlosigkeit sind die Jugendlichen anfällig u.a. für Alkohol- und Drogenmissbrauch, sowie ungeplante Auswanderung.
  • In den vorherrschenden Institutionen vor Ort gibt es keine zielgruppenspezifischen Angebote für Existenzgründungen und Arbeitsvermittlung.
  • Eine besondere Herausforderung stellt diese Situation für die Minderheit der Sinti und Roma dar, die von extremer sozio-ökonomischer Marginalisierung und tiefgreifender Armut betroffen ist     

    (Quellen: BMZ, Auswärtiges Amt, The World Factbook)

Durch gute Ausbildung neue Perspektiven schaffen

Hier setzt SOS an und schafft Perspektiven: An bisher drei SOS-Standorten in Osteuropa, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Mazedonien, haben wir ganz spezielle Jugendprogramme ins Leben gerufen, um durch gezielte Berufsbildungskurse, Bewerbertrainings, Praktika und Existenzgründungsseminare Jugendlichen den Eintritt ins Arbeitsleben zu verschaffen/erleichtern. Neben der Verbesserung der sozio-ökonomischen Situation haben die SOS-Jugendprogramme nachhaltige positive Auswirkungen auf weitere Aspekte des Lebens der jungen Menschen und ihres Umfelds, wie Gesundheit, verbesserte Wohnsituation, gesunde Ernährung sowie das behütete Aufwachsen und die Bildung ihrer eigenen Kinder.

Im Rahmen von Schulungen werden jungen Menschen Kenntnisse zur erfolgreichen Umsetzung von Geschäftsideen und Businessplänen vermittelt. Dadurch erhalten sie eine Perspektive für die Zukunft. Im Rahmen von Schulungen werden jungen Menschen Kenntnisse zur erfolgreichen Umsetzung von Geschäftsideen und Businessplänen vermittelt. Dadurch erhalten sie eine Perspektive für die Zukunft.
Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung in einem SOS-Jugenförderprogramm haben junge Erwachsenen die Möglichkeit, ein innerbetriebliches Praktikum in lokalen Unternehmen anzuschließen. Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung in einem SOS-Jugenförderprogramm haben junge Erwachsenen die Möglichkeit, ein innerbetriebliches Praktikum in lokalen Unternehmen anzuschließen.